Sie haben ein Gemälde, das dunkel, vergilbt oder beschädigt ist, und fragen sich, was eine Restaurierung kostet? Die ehrliche Antwort lautet: Einen Festpreis gibt es nicht, denn jedes Bild ist anders. Die gute Nachricht: Mein Restaurierungsangebot ist für Sie kostenlos und unverbindlich. In diesem Beitrag erkläre ich, wovon die Kosten abhängen, wann sich eine Restaurierung lohnt und wie Sie am schnellsten zu Ihrem Angebot kommen.
Warum es keinen Festpreis für Restaurierungen gibt
Eine Restaurierung ist Handarbeit am Original. Zwei Gemälde gleicher Größe können einen völlig unterschiedlichen Aufwand bedeuten: Das eine ist nur verstaubt, das andere trägt mehrere Schichten Firnis, alte Übermalungen und eine lockere Malschicht. Ein seriöser Preis entsteht deshalb erst, wenn ich den Zustand des Bildes kenne.
Pauschalpreise „pro Quadratmeter" klingen einfach, führen aber oft zu Überraschungen – entweder für Sie oder für das Bild. Mir ist wichtig, dass Sie vorher genau wissen, welche Maßnahmen nötig sind und was sie kosten.
Wovon die Kosten abhängen Zustand und Art des Schadens
Der wichtigste Faktor. Staub und Nikotin lassen sich meist mit überschaubarem Aufwand entfernen. Risse, Löcher, abblätternde Farbe oder Wasserschäden erfordern mehrere Arbeitsschritte und mehr Zeit.
Größe und Malträger
Ein großformatiges Bild braucht mehr Arbeitszeit als ein kleines. Auch der Malträger spielt eine Rolle: Leinwand, Holztafel, Karton oder Metall verlangen jeweils eigene Methoden.
Maltechnik und Material
Ölfarbe, Tempera oder Acryl reagieren unterschiedlich auf Reinigungsmittel. Empfindliche Malschichten müssen besonders vorsichtig und in kleinen Abschnitten bearbeitet werden.
Frühere Restaurierungen und Übermalungen
Viele ältere Gemälde wurden bereits einmal „ausgebessert" – nicht immer fachgerecht. Alte Retuschen, Übermalungen oder ungeeignete Klebstoffe zu entfernen, kostet zusätzliche Zeit, ist aber oft entscheidend für ein gutes Ergebnis.
Keilrahmen und Zierrahmen
Ist die Leinwand schlaff oder wellig, muss sie eventuell neu aufgespannt werden. Auch ein beschädigter Zierrahmen kann Teil des Auftrags sein.
Typische Maßnahmen – und was sie aufwendig macht Oberflächenreinigung: Staub, Ruß und Nikotin
Über Jahre legt sich ein grauer oder gelbbrauner Schleier auf das Bild. Besonders Nikotin verändert die Farben stark. Die Reinigung erfolgt mit Mitteln, die auf Ihr Bild abgestimmt sind, und wird vorher an unauffälligen Stellen getestet.
Vergilbten Firnis abnehmen
Der Firnis ist die schützende Schlussschicht eines Gemäldes. Mit der Zeit vergilbt er und lässt das ganze Bild dunkel und bräunlich wirken – oft ist der Himmel dann nicht mehr blau, sondern grünlich. Die Abnahme ist eine der anspruchsvollsten Arbeiten, weil die Farbschicht darunter nicht angegriffen werden darf. Danach erhält das Bild einen neuen Firnis. Das Ergebnis ist häufig verblüffend: Farben und Details kommen wieder zum Vorschein.
Riss oder Loch in der Leinwand schließen
Ein Riss wird Faden für Faden verklebt, damit er nach der Restaurierung möglichst nicht mehr sichtbar ist. Fehlende Stellen werden ergänzt und farblich angepasst. Der Aufwand hängt von Länge und Lage des Risses ab.
Lockere oder abblätternde Malschicht festigen
Hebt sich die Farbe schollenartig ab, besteht akute Gefahr, dass Teile verloren gehen. Die Malschicht wird dann Stück für Stück mit einem geeigneten Klebemittel gesichert. Diese Maßnahme hat Vorrang vor allen anderen.
Wasser-, Brand- und Schimmelschäden
Solche Schäden sind meist umfangreicher und betreffen oft mehrere Schichten des Bildes. Wenn eine Versicherung beteiligt ist, dokumentiere ich den Schaden so, dass Sie die Unterlagen weitergeben können.
Lohnt sich eine Restaurierung für mein Bild?
Diese Frage höre ich sehr oft – und sie ist berechtigt. Eine Restaurierung kann sich aus ganz unterschiedlichen Gründen lohnen:
Erinnerungswert: Das Bild der Großeltern soll wieder so aussehen, wie Sie es von früher kennen.
Erhalt: Lockere Malschicht oder ein Riss werden ohne Behandlung schlimmer. Früh zu handeln ist fast immer günstiger als später.
Wirkung: Nach einer Reinigung wirkt ein Bild oft wie neu entdeckt – mit Farben, die jahrzehntelang verborgen waren.
Verkauf oder Erbe: Ein gepflegter Zustand kann für den Wert eine Rolle spielen. Ob sich eine Restaurierung vor einem Verkauf rechnet, sollte man aber im Einzelfall abwägen.
Ich sage Ihnen ehrlich, wenn eine Maßnahme aus meiner Sicht nicht sinnvoll ist oder eine kleinere Lösung ausreicht.
Restaurierungsangebot oder Wertschätzung – was ist der Unterschied?
Beides wird häufig verwechselt, deshalb hier klar getrennt:
Restaurierungsangebot – kostenlos: Sie erfahren, welche Maßnahmen Ihr Bild braucht und was diese kosten.
Einschätzung zum Wert – kostenpflichtig: Wenn Sie wissen möchten, was Ihr Gemälde wert ist, ist das eine eigene Leistung. Sie wird nach Aufwand berechnet; die Kosten nenne ich Ihnen vorher.
Das Angebot enthält also keine Aussage zum Wert oder zur Echtheit Ihres Bildes.
So kommen Sie zu Ihrem kostenlosen Angebot
1. Fotos senden: Schicken Sie mir Fotos Ihres Gemäldes per E-Mail.
2. Erste Rückmeldung: Ich sehe mir die Fotos an und melde mich bei Ihnen.
3. Bild ansehen: Für ein genaues Angebot muss ich das Original sehen, denn manche Schäden erkennt man nur unter Streiflicht oder UV-Licht. Sie bringen das Bild in mein Atelier in der Kölner Südstadt.
4. Angebot erhalten: Sie bekommen ein schriftliches Angebot mit allen Maßnahmen und Kosten – kostenlos und unverbindlich.
5. Sie entscheiden: Erst wenn Sie zustimmen, beginne ich mit der Arbeit.
Diese Fotos helfen mir
das ganze Bild von vorne, mit Rahmen
die Rückseite des Bildes
die Signatur und Aufkleber, Stempel oder Beschriftungen auf der Rückseite
den Schaden aus der Nähe
wenn möglich: das Bild mit seitlichem Licht (so werden Wellen und Abhebungen sichtbar)
Tipp: Fotografieren Sie bei Tageslicht, ohne Blitz und möglichst gerade von vorne. Eine Handykamera reicht völlig aus.
Bitte nicht selbst reinigen
Im Internet kursieren viele Hausmittel zur Bilderreinigung. Davon rate ich dringend ab. Schon Wasser kann eine Leinwand schrumpfen lassen und Farbe lösen. Viele „Tricks" hinterlassen Rückstände oder greifen die Malschicht an – und machen eine spätere Restaurierung aufwendiger und teurer.
Bis zur Restaurierung gilt: Bild nicht abwischen, keinen Klebestreifen auf Risse kleben, lose Farbteilchen aufbewahren und das Bild an einem trockenen Ort ohne direkte Sonne und Heizungsnähe lagern.
Häufige Fragen zu den Kosten Kostet das Angebot etwas?
Nein. Das Restaurierungsangebot ist kostenlos und unverbindlich.
Kann ich allein anhand von Fotos einen Preis bekommen?
Die Fotos geben mir einen ersten Eindruck. Einen verbindlichen Preis kann ich erst nennen, wenn ich das Original gesehen habe – nur so vermeide ich spätere Überraschungen für Sie.
Ist eine Reinigung günstiger als eine Restaurierung?
In der Regel ja. Eine reine Oberflächenreinigung ist meist weniger aufwendig als eine Firnisabnahme oder die Behandlung von Rissen.
Übernimmt die Versicherung die Kosten?
Bei Wasser-, Brand-, Transport- oder Handwerkerschäden kann das der Fall sein. Das hängt von Ihrem Vertrag ab. Ich dokumentiere den Schaden so, dass Sie die Unterlagen bei Ihrer Versicherung einreichen können.
Kann ich nur einen Teil der Maßnahmen beauftragen?
Ja. Im Angebot sehe ich die Maßnahmen einzeln vor, damit Sie entscheiden können. Die Sicherung akuter Schäden empfehle ich immer zuerst.
Sagen Sie mir auch, was mein Bild wert ist?
Eine Einschätzung zum Wert ist eine eigene, kostenpflichtige Leistung und wird nach Aufwand berechnet. Die Kosten nenne ich Ihnen vorher.
Ihr Gemälde braucht Hilfe?
Schicken Sie mir einfach Fotos von Vorderseite, Rückseite und Schaden. Sie erhalten ein kostenloses, unverbindliches Restaurierungsangebot.
E-Mail: info@restaurierungsatelier-wojdan.de · Telefon: 0160 98 00 56 09
Agnieszka Wojdan
Diplom-Restauratorin für Gemälde und Skulpturen · zertifizierte Sachverständige
Restaurierungsatelier Wojdan · Corneliusstr. 2 · 50678 Köln